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Alle Artikel dieser Kategorie: Karnevalsorden

Interessantes über Karnevals- und Faschingsorden

Interessantes über Karnevals- und Faschingsorden

Woher kommt eigentlich der Faschingsorden?

Die feierliche Verleihung eines Ordens lässt sich traditionell zwar eher im militärischen Milieu finden, ist aber heute vor allem auch in Karnevalsvereinen ein fester Bestandteil der Feierlichkeiten. Schuld daran sind im Grunde die Narren, genauer gesagt die ersten organisierten Karnevalsorden. Diese haben sich das Vergeben von Orden angeeignet, um die militärische Etikette und den höfischen Pomp durch den Kakao zu ziehen. Als sich Köln zu Beginn des 19. Jahrhunderts plötzlich unter preußischer Herkunft sah, bot sich das Persiflieren der ungeliebten Obrigkeit als willkommene „Rebellion im Kleinen“ an und wurde schnell zu einem Brauch in der Karnevalstradition.

Das Symbol des Ordens ist also ganz bewusst dem Militärischen entnommen, die Motive eines Faschingsordens haben jedoch mit seiner ursprünglichen Funktion nicht viel gemein. Wenn auch einige Karnevalsorden heute für herausragende Leistungen und Engagement verliehen werden und somit die eigentliche Bedeutung als Belobigung aufrecht erhalten, entsprechen die abgebildeten Motive meist genau dem Gegenteil. Oft werden Politiker oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zum Ziel des jecken Schabernacks und sollten dies in jedem Falle mit einer gehörigen Portion Humor nehmen.

 

Die verschiedenen Ordensklassen

Karnevalsvereine vergeben oft unterschiedliche Orden für diverse Verdienste, wobei es auch hier, wie beim militärischen Vorbild, abgestufte Ordensklassen gibt. Der Sessions- und der Verbandsorden werden jährlich an alle aktiven Mitglieder des jeweiligen Karnevalsvereins bzw. Verbandes vergeben, um sie für ihr Engagement und langjährige Unterstützung zu ehren. Der Verdienstorden hingegen ehrt Mitglieder, die durch besondere Leistungen aufgefallen sind
und wird deshalb nur an ausgewählte Vereinsmitglieder übergeben.
Darüber hinaus werden spezielle Karnevalsorden vergeben, die meist einer Person des öffentlichen Lebens in einer feierlichen Zeremonie überreicht werden. Der „Orden wider den tierischen Ernst“ ist ein hübsches Beispiel für solch einen speziellen Karnevalsorden. Er wird an eine ausgewählte Person vergeben, wenn diese in Ausübung ihrer Tätigkeit besonderen Humor und Schlagfertigkeit bewiesen hat. Viele der Ordensträger sind Politiker, die durch ihre humorvolle oder schelmische Art deutlich machen, dass sie trotz allem noch Mensch geblieben sind und sich „wider den tierischen Ernst“ heiter mit den Dingen auseinander setzen können.
Eine der höchsten Auszeichnungen im Kölner Karneval ist wohl die Willi-Ostermann-Medaille.
Seit 1967 wird sie in unregelmäßigen Abständen an Personen vergeben, die sich um die Kölsche Mundart in der Musik verdient gemacht haben und in der Tradition von Willi Ostermann weiter führen.

Diese Verleihungen finden oft mit viel Pomp in einer öffentlichen Zeremonie statt, sodass es sich nicht länger um eine vereinsinterne Ehrung handelt, sondern um einen allgemein beliebten Brauch, der für viel Heiterkeit sorgt. Die hohe Beliebtheit von Karnevalsorden führt deshalb auch dazu, dass einige Exemplare schon als begehrte Sammlerstücke gehandelt werden, wobei hier nicht der materielle Wert im Vordergrund steht. Obwohl viele Karnevalsorden aus edlen Materialien wie Silber gefertigt und mit Edelsteinen verziert sind, ist ihr symbolischer Wert für den Träger von höherer Bedeutung. Vor allem die Geste bei der Übergabe des Ordens ist wichtig und ehrt den Empfänger in angemessener Weise für seine Leistungen.

 

Herstellung und Motiv der Karnevalsorden

Die Herstellungsverfahren für Faschingsorden sind ebenso vielfältig wie gestalterisch anspruchsvoll und ein schöner Faschingsorden spricht auch für die handwerkliche Fachkenntnis des Herstellers. Hier vereinen sich Goldschmiedekunst, Design und Ideenvielfalt zu einem Produkt, das Heiterkeit und Freude verbreitet. Ob gegossen oder geprägt, die richtige Umsetzung des gewählten Motivs ist immer auch künstlerisches Können. Teilweise werden die Orden noch von Hand bemalt und mit Metalleffekten versiegelt, was sie nicht nur optisch anspruchsvoll, sondern auch für Sammler interessant macht.
Die Motivauswahl wird jedes Jahr aufs Neue von den vergebenden Vereinen und Verbänden geführt und bedient sich an Bildern aus den unterschiedlichsten Bereichen. Aktuelles Zeitgeschehen wird ebenso verarbeitet wie politische Ereignisse, öffentliche Skandale oder historische Symbole aus der jeweiligen Vereinsgeschichte. Aber auch typisches Zeichenvokabular und Narrensymbole wie beispielsweise die Eselsohren an der Narrenkappe, die als Zeichen für Einfältigkeit stehen, oder das Narrenzepter tauchen in den Motiven von Faschingsorden auf.
Da in der volkstümlichen Tradition des Karnevals alle Regeln aufgehoben waren und die Machtverhältnisse ausgeglichen beziehungsweise sogar umgekehrt waren, ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich die Tradition des Verspottens von öffentlichen Personen, die aufgrund ihres Amtes „ranghöher“ sind, bis heute als beliebter Brauch fortgesetzt hat. Zur Karnevalszeit sind alle Menschen gleich und jeder darf sich über jeden lustig machen, muss im Gegenzug aber auch ertragen können, dass er selbst zum Ziel des Hohns der Anderen wird. Schabernack und Ausgelassenheit stehen seit je her im Vordergrund aller karnevalistischer Feierlichkeiten und sollen nichts weiter als Heiterkeit und Freude in den Menschen auslösen.

Da jeder Karnevals- und Faschingsverein eigene Vorstellungen, Wünsche und Anforderungen an die Gestaltung des Ordens hat, ist es wichtig, mit dem Hersteller jeden Schritt abzusprechen und eventuelle Änderungen zugunsten des Motivs in Kauf zu nehmen. Immerhin ist der Karnevalsorden am Ende eine Insignie, die nach außen hin den Verein und seine Mitglieder repräsentieren soll. Die vergebenen Orden sind somit auch ein Aushängeschild für jeden Karnevalsverband.

Aus der Geschichte des Karnevalsorden, Prinzenorden, Faschingsorden oder Sessionsorden

Aus der Geschichte des Karnevalsorden, Prinzenorden, Faschingsorden oder Sessionsorden

Die Geschichte der Karnevalsorden beginnt mit dem organisierten Karneval in Köln. Die Kölner wollten sich gegen die preußische Obrigkeit auflehnen und symbolisieren, dass der Karnevalsorden eine Geringschätzung militärischen Benehmens und Pomps ist. Der Karnevalsorden stellte damals (wie auch heute) eine Persiflage auf die staatlichen und militärischen Orden der Preußen dar.

Aus der Geschichte erfährt man, dass eine Karnevalsprinzessin im Jahre 1824 auf einer Veranstaltung einen Orden mitbrachte und ebenfalls aus Dank einen Orden zurück bekam. Es gab zu dieser Zeit aber bereits Sitzungspräsidenten, die viele Orden an Ihrer Kleidung oder Uniform trugen.
Themen die auf den Orden dargestellt werden sind meistens Politik, Ortsgeschichte, Gebäude, Personen usw. Schon immer aber wurde auch Zeitgeschichte auf den Orden dargestellt. Als Motiv boten sich gerne Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Karneval an. Der Sinn der Orden variiert also bis heute zwischen Spott, graphischer Aussage, Karikatur und Ehrbezeugung.

Karnevalsorden sind heute fester Bestandteil des Karnevals geworden und in den verschiedensten Karnevalshochburgen werden sie als Belohnung für Engagement in der närrischen Zeit angesehen. So wurde aus Persiflage genau das Gegenteil.

Vereinsbedarf Deitert erstellt Ihre Karnevalsorden und Pins

Vereinsbedarf Deitert erstellt Ihre Karnevalsorden und Pins

Pins.eu und Karnevalsorden.com gehören zu den führenden Herstellern der Branche

Vereinsbedarf Deitert ist ein Fachshop für Schützen- und Karnevalsvereine. Die Produktpalette reicht von Standardartikeln aus dem Bereich Uniformzubehör für Karnevalsgarden und Schützenvereine bis zu individuellen Pins und Sonderanfertigungen nach Kundenwünschen.

Der Geschäftsgründer und Inhaber Frank Deitert ist selbst Mitglied im Bürgerschützenverein Sassenberg, dem größten Schützenverein im Münsterland. Im Jahr 1997 war er Schützenkönig und ist dementsprechend auch privat sehr eng mit der Materie verbunden. Auf die Geschäftsidee, einen Onlinevertrieb für Schützenbedarf, Karnevalsorden, Anstecknadeln und Uniformausstattung zu gründen kam Frank Deitert, als er vor vielen Jahren versuchte im Internet Artikel aus diesem Bereich zu bestellen und nichts Passendes finden konnte. In diesem Moment war die Geschäftsidee geboren. Der Münsterländer sah die Marktlücke und gleichzeitig die Notwendigkeit, einen entsprechenden Versandhandel zu gründen, um Karnevalisten, Schützen und Vereinen einen kompetenten Ansprechpartner bei der Suche nach Vereinsbedarf zur Seite zustellen.

Das Unternehmen hat seinen Sitz im münsterländischen Sassenberg. 20 Mitarbeiter kümmern sich täglich um die Anliegen der Kunden sowie die Verpackung und den Versand. Für ganz dringende Anfragen steht sogar eine 24-Stunden-Hotline zur Verfügung. Neben dem Onlineshop wird ein Ladengeschäft in Sassenberg betrieben, in dem sich Kunden vor Ort beraten lassen können und alles finden, was sie für die Karnevalssaison oder das Schützenfest benötigen. Die Firmenphilosophie lautete von Beginn an: „Wir haben alles, was das Fest schöner macht“. An dieser Philosophie hat sich bis heute nichts geändert. Ständig wird an der Erweiterung des Sortiments gearbeitet, um Karnevalsklubs, Schützenvereinen und anderen Vereinigungen neben altbewährten Artikeln auch neue Produkte anbieten zu können.

Mit dem Angebot, geprägte und gedruckte Karnevalsorden und Pins nach den individuellen Wünschen des Kunden zu gestalten, setzt Vereinsbedarf Deitert Maßstäbe auf diesem Gebiet. Vereine und Privatpersonen haben die Möglichkeit, Karnevalsorden, Pins und Anstecknadeln nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. So können zum Beispiel Orden mit dem Vereinswappen oder Ehrennadeln in den Vereinsfarben und dem Gründungsdatum angefertigt werden.

Grundsätzlich wird bei den Karnevalsorden und Anstecknadeln zwischen zwei Varianten unterschieden – den gedruckten und den geprägten Orden. Die geprägten Karnevalsorden werden aus Metall gestanzt und mit Farbemaille ausgelegt. Motive mit Vollfarben sind hier möglich. Bei den gedruckten Karnevalsorden wird die Farbe, wie der Name schon sagt, auf das Metall gedruckt und es gibt in Hinsicht auf die Farbauswahl keinerlei Beschränkungen. Vereine, die nicht auf einen Standardorden zurückgreifen möchten, haben die Möglichkeit, einen Orden nach individuellen Vorstellungen anfertigen zu lassen, speziell abgestimmt auf die aktuelle Kampagne oder ein Vereinsjubiläum.

Bei der Gestaltung des Motivs sind keine Grenzen gesetzt. Lediglich die Anzahl der verwendeten Farben muss bei den geprägten Orden berücksichtigt werden. Auch die Form des Karnevalsordens kann individuell festgelegt werden, warum muss ein Orden immer rund oder viereckig sein? Die Form des Vereinswappens oder eines Maskottchens ist ebenfalls möglich. Hier sollte lediglich beachtet werden, dass kompakte Formen auf Dauer stabiler sind als filigrane Motive. Nachdem das Motiv erstellt wurde, geht es darum, die Fertigungstechnik des Pins oder des Karnevalsordens festzulegen.

Es besteht die Möglichkeit, zwischen fünf verschiedenen Varianten zu wählen. Angeboten wird das Hartemaille-Verfahren, bei dem die Pins geprägt, mit Feueremaille ausgefüllt und bei hohen Temperaturen gebrannt werden, ehe sie glatt geschliffen und auf Hochglanz poliert werden. Es handelt sich um eine sehr aufwendige Produktionsweise bei der allerdings keine Farbverläufe, sondern nur Vollfarben dargestellt werden können. Ebenso verhält es sich bei den Soft-Emaille-Orden. Sie werden geprägt, mit Farbemaille ausgelegt und auf Wunsch anschließend mit Epoxidharz versiegelt. Möglich sind auch das Siebdruck- sowie das Offsetdruck-Verfahren. Beim Siebdruck wird die Kontur des Ordens aus Metall gestanzt, anschließend bedruckt und versiegelt. Ähnlich verhält es sich beim Offsetdruck, nur das bei dieser Variante Farbverläufe dargestellt und auch Fotovorlagen genutzt werden können. Besonders edel wirken Pins und Orden, die im Sandstrahl-Verfahren hergestellt wurden. Auf eine farbige Darstellung wird bei dieser Variante in der Regel verzichtet, um den hochwertigen Eindruck nicht zu schmälern. Je nachdem, ob der Pin am Revers oder an der Brusttasche der Uniform getragen werden soll, bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten der Befestigung. Drei gängige Methoden bieten sich an, um die Anstecknadeln an der Kleidung zu befestigen: der Schmetterlingsverschluss (Butterfly), die Broschennadel oder eine lange Nadel mit Schutzkappe. Das Motiv und die Form des Ansteckers können frei gestaltet und an Vereinsbedarf Deitert übergeben werden. Anschließend geht es an die Fertigung. Bis zur endgültigen Fertigstellung des Pins müssen 4-6 Wochen eingeplant werden. Von schlicht bis ausgefallen ist auf diese Weise alles möglich.

Jeder Karnevalsklub hat mit diesem Angebot die Möglichkeit, seiner Kampagne eine ganz besondere Note zu verleihen und sich deutlich von anderen Vereinen in der Nachbarschaft abzugrenzen. Schließlich hat jeder Verein seine eigene Tradition, die in der Gestaltung des Karnevalsordens zum Ausdruck gebracht werden kann. Vom Vereinslogo über das Gründungsdatum bis hin zum Stadtwappen können alle Elemente in den Orden eingebunden werden und ihn so zu etwas ganz Besonderem machen. Selbstverständlich können auch aktuelle politische oder gesellschaftliche Themen aufgegriffen und in die Gestaltung des Motivs einfließen, ebenso wie Ehrungen eines verdienten Vereinsmitglieds oder einer anderen Persönlichkeit. Die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten begeistern zahlreiche Vereine und Klubs in ganz Deutschland. Inzwischen kann Vereinsbedarf Deitert sogar auf einige prominente Kunden verweisen. So wurden zum Beispiel für die Karnevalssession 2009 die Pins für „De Höhner“ angefertigt.

Selbstverständlich finden sich im Sortiment auch bereits gestaltete Pins und Orden. Der absolute Verkaufsschlager ist der „Achtung Karneval Pin“. Es stehen viele weitere Motive zur Auswahl, von lustig bis schlicht, ist für jeden Anlass das passende Motiv zu finden. Diese Anstecker sind in der Regel in großer Stückzahl vorrätig und werden innerhalb weniger Tage geliefert. Für Kurzentschlossene Karnevalisten die ideale Lösung, um noch in letzter Minute einen passenden Orden zu organisieren. Die günstigen Preise für Pins, Anstecknadeln, Orden und andere Artikel kann Vereinsbedarf Deitert anbieten, weil fast alle Produkte selbst hergestellt werden. Aufschläge für den Zwischenhandel entfallen daher. Für das Unternehmen werden die organisatorischen Abläufe dadurch einfacher und übersichtlicher, für die Kunden bleiben die Preise niedrig.

Frank Deitert hat sich zum Ziel gesetzt, das Angebot ständig zu verbessern und an den Bedürfnissen und Wünschen seiner Kunden auszurichten. Er möchte sein Unternehmen dauerhaft auf dem Markt platzieren und in Deutschland der führende Anbieter in diesem Segment werden. Individuell gestaltete Karnevalsorden und Anstecknadeln werden dabei auch in Zukunft einen bedeutenden Platz im Unternehmensportfolio einnehmen.

Auszeichnungen und Orden im Karneval

Auszeichnungen und Orden im Karneval

Die fünfte Jahreszeit ist mit Spaß, Schabernack und ausgefallenen Festen verbunden und bildet traditionell die Zeit vor der christlichen Fastenzeit. Während viele begeisterte Narren und Jecken, Umzügen am Rosenmontag begeistert folgen und verkleidet das Fest, das regional als Karneval, Fastnacht oder Fasching bekannt ist, begehen, ist es für viele engagierte Narren mehr als nur ein Abstecher in ein paar Tage der Feierlichkeiten und der Ausgelassenheit. Mitglieder von Karnevalsvereinen engagieren sich mit einer großen Leidenschaft für das Fest, bei dem interne Förmlichkeiten eine große Rolle spielen. Dazu zählt der Karnevals- oder Faschingsorden, der traditionell während der Prunksitzung des Elferrates verliehen wird.

Die Geschichte der Orden

Karnevalsorden kamen zum ersten Mal mit dem traditionellen Karneval in Köln auf, welches noch heute als eine der größten Hochburgen überhaupt gilt. Die Kölner Bürger wollten sich gegen die nicht gern gesehene, preußische Obrigkeit auflehnen. Somit wurden Faschingsorden entwickelt, die eine Geringschätzung des militärischen Pomps und Benehmens darstellen sollten. Somit galten die Orden als eine Persiflage auf militärische und staatliche Orden, Brustbänder und Schärpen der Preußen.

Alte Protokolle legen dar, dass im Jahr 1824 eine Prinzessin in Köln zu Besuch kam und dort einen Orden mitbrachte und anschließend als Geste der Erkenntlichkeit ebenfalls einen Orden verliehen bekam. Alte Bilder offenbaren darüber hinaus einen Sitzungspräsidenten, der im gleichen Jahr bereits mehrere Karnevalsorden übereinander trug.

In der heutigen Zeit gehören Karnevalsorden fest zu der fünften Jahreszeit und gelten insbesondere in Karnevalshochburgen als eine besondere Auszeichnung und eine Belohnung für außerordentliches Engagement während der närrischen Zeit. Während Karnevalsorden zunächst als spottende Persiflage gedacht waren, haben sich Wirkung und Stellenwert mit den Jahren umgekehrt und werden heute als große Ehre empfunden. Somit haben sich die Orden zu dem Stellenwert zurückentwickelt, den sie ursprünglich parodieren sollten.

Noch heute beinhalten viele Orden allerdings humoristische und teilweise spöttische Motive, um dem karnevalistischen Flair gerecht zu werden. In frühen Zeiten wurden wichtige geschichtliche Ereignisse auf den Karnevalsorden dargestellt, darunter Ortsgeschichte, Gebäude und Politik. Auch Persönlichkeiten aus Karneval, Politik und Kirche bekamen einen besonderen Platz auf den verschiedenen Orden zugesprochen. Damals wie heute schwankt die Aussage der Karnevalsorden zwischen graphischer Aussage, Spott und bedeutsamer Ehrbezeugung.

Ordensklassen und ihre Bedeutung

Wie reguläre Orden, die im militärischen und staatlichen Bereich üblich sind, verfügen Karnevalsorden über sogenannte Ordensklassen. Diese geben an, für welchen Verdienst einzelne Orden verliehen werden und wer befähigt ist, diese zu erhalten.

Sessionsorden

Karnevalsvereine entwerfen jedes Jahr einen Sessionsorden, der in der fünften Jahreszeit an lokale Prominente und Aktive des Faschingsvereins verliehen wird. Er stellt eine Wertschätzung für aktive, passionierte Karnevalisten dar und bindet lokal bedeutsame Persönlichkeiten in den Ablauf und die Traditionen der Vereine mit ein.

Verbandsorden

Genau wie der Sessionsorden wird der Verbandsorden jedes Jahr neu gestaltet und im gleichen Rhythmus verliehen. Ausschließlich langjährige aktive Mitglieder des Vereins und des entsprechenden Karnevalsverbandes sind prädestiniert, diesen Karnevalsorden zu erhalten. Spezielle Einzelpersonen, die zu den Mitgliedern des jeweiligen Karnevalsverbandes gehören, bekommen diesen Faschingsorden in jedem Jahr verliehen.

Verdienstorden

Mitglieder eines Vereins, der dem entsprechenden Karnevalsverband angeschlossen ist, erhalten diesen Faschingsorden für besondere Verdienste. Dieser Faschingsorden hat einen hohen Stellenwert und ist mit einem großen Maß an Ehre und Anerkennung verbunden.

Ein über regionale Grenzen hinaus bekannter Verdienstorden ist der Till von Franken Faschingsorden, der als das Symbol des Verbandsgebiets Mittel-, Ober- und Unterfranken gilt. Till von Franken ist der höchste Faschingsorden, den der Fastnachtverband Franken vergibt. Am 11. November 1962 wurde der bekannte Faschingsorden erstmals von Konrad Habicht und dem Ordenskapitel Frankens zu einer Auszeichnung der Karnevalisten initiiert.

Als weitere Besonderheit gilt das Goldene Vlies, ein Verdienstorden, der als die mit Abstand höchste Auszeichnung der Karnevalisten gilt. Einer griechischen Sage nach handelt es sich bei dem Goldenen Vlies um das Fell eines Widders, auf dem Helle und Prixos vor Ino über den sogenannten Hellespont flüchteten. Argonauten, die in griechischen Sagen als Helden gelten, fuhren mit einem Schiff an das Schwarze Meer nach Kolchis und brachten das Goldene Vlies wieder zurück in seine Heimat. Seit dem Jahr 1429 gilt das Goldene Vlies als der höchste burgundische Orden und wurde von dem Habsburger Adelsgeschlecht als Erbe an das burgundische Reich in Spanien weitergegeben, und dort bis 1931 und in Österreich bis 1918 verliehen. Später übernahmen karnevalistische Vereinigungen das Goldene Vlies und verliehen es als Faschingsorden. Dieser besondere Karnevalsorden galt als Persiflage auf das höfische Zeremoniell und wird in der Regel in Verbindung mit einem Ritterschlag verliehen. Als zweithöchste Auszeichnung für Karnevalisten in Deutschland gilt die Goldene Flamme, gefolgt von der silbernen Flamme.

Spezielle Orden

Eine noch größere Ehre und ein weitaus bedeutsamerer Karnevalsorden ist der Spezielle Orden, der einmalig in jedem Jahr verliehen wird. Eine ausgewählte Persönlichkeit erhält diesen Faschingsorden, wobei die Voraussetzungen in einem besonderen Maße erfüllt werden müssen. Die Verleihung findet im Zuge einer aufwändigen Zeremonie statt, die einem Staatsakt gleichkommt.

Ein willkommener Nebeneffekt

Trotz der Ehre, die mit den Orden einhergeht, streben nur wenige Mitglieder gezielt auf diese zu. Karnevalisten widmen sich häufig mit großer Leidenschaft ihrem Hobby und wenden viel Zeit dafür auf. Wer also einen Orden im Blick hat und an eine Mitgliedschaft in einem Verein denkt, sollte nie vergessen, worum es bei den jecken Narren, die vor allem viel Spaß haben und tiefe Freundschaften knüpfen, wirklich geht.

Karnevalsorden und Faschingsorden

Karnevalsorden und Faschingsorden

Karneval, Fasching, Fastnacht, Fasnet oder Fasteloved, die Namen für die Fünfte Jahreszeit sind unterschiedlich und auch die dazugehörenden Bräuche und Rituale weichen oft stark voneinander ab. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Es werden jede Menge Orden verteilt. Die Narren lieben sie, die oft aufwendig gestalteten großen bunten Karnevalsorden. Sie werden in der Karnevalszeit meistens in den Prunksitzungen verliehen und stellen eine Ehrung für Menschen dar, die sich besonders um die Durchführung der verschiedenen närrischen Veranstaltungen verdient gemacht haben. Manch einer der verdienstvollsten Narren hat mittlerweile die ganze stolzgeschwellte Brust voller Orden.

Die Geschichte der Karnevalsorden und Faschingsorden

Ursprünglich waren diese Orden, die mit dem organisierten Karneval in Kölln Anfang des 19.Jahrhunderts in Mode kamen, alles andere als ein Ehrenzeichen. Sie waren vielmehr eine Persiflage auf die Ordenswut der ungeliebten Preußen, deren politische und militärische Führer mit allen möglichen Orden, Schärpen und Brustbändern behängt waren. Diese Sitte sollte mit den riesigen, bunten und völlig wertlosen Karnevalsorden durch den Kakao gezogen werden. Es gibt aber auch noch eine andere Geschichte zur Entstehung der ersten Karnevalsorden. Danach soll eine Faschingsprizessin aus dem Süden mit Namen Venetia anno 1824 dem Kölner Helden einen Orden mitgebracht und als Dank ihrerseits ebenfalls einen Orden geschenkt erhalten haben. Dadurch seien die Faschingsorden oder Karnevalsorden in Mode gekommen.

Karnevalsorden in der Gegenwart

Schon lange sind die Karnevalsorden und Faschingsorden keine Persiflage mehr. Wer heute einen solchen Orden verliehen bekommt, ist zu Recht stolz darauf und die Ordensvergabe aus den Karnevalssizungen nicht mehr wegzudenken. Oft werden die Prunksitzungen der Karnevals-und Faschingshochburgen sogar im Fernsehen übertragen.
Es gibt je nach Anlass verschiedene Arten von Faschingsorden und Karnevalsorden. Die sogenannten Sessionsorden werden für jedes Jahr neu entworfen und vor allem an lokale Prominente und besonders aktive Bürger verliehen. Auch die Verbandsorden werden jedes Jahr neu gestaltet. Sie sind im Gegensatz zu den Sessionsorden aber nur den Mitgliedern der Karnevalsvereine vorbehalten und werden oftmals zu bestimmten Jubiläen wie zum Beispiel der 25-jährigen Mitgliedschaft in einen Faschings-oder Karnevalsclub verliehen. Dann gibt es noch die Verdienstorden für ganz besonders verdienstvolle Vereinsmitglieder und eine Vielzahl örtlich unterschiedlicher Orden, die mit dem lokalen Brauchtum zu tun haben. Dazu zählen unter anderem der Prinzenorden, der Dreigestirns-Orden, der Funkenorden oder der Kragenorden des Präsidiums oder Elferrates. Außerdem gibt es eine Reihe spezieller Orden, die meistens an sehr bekannte und herausgehobene Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Kunst vergeben werden. Diese Ordensverleihungen gehen mit großem öffentlichen Interesse und oft mit einer Live-Übertragung im Fernsehen vor sich und gleichen manchmal einem wahren Staatsakt. Der wahrscheinlich bekannteste dieser Karnevalsorden ist der vom Karnevalsverein Aachen verliehene „Orden wider dem tierischen Ernst“. Ihn haben schon viele namhafte nationale Politiker wie zum Beispiel Konrad Adenauer, Franz Josef Strauß, Helmut Schmidt, Johannes Rau, Heide Simonis, Edmund Stoiber und Claudia Roth erhalten, aber auch internationale Größen wie der ehemalige britische Verteidigungsminister Healey, der ehemalige niederländische Ministerpräsident Lubbers und der US-Botschafter John Kornblum. Aber auch Schauspieler, Kabarettisten und sogar ein Kardinal haben ihn verliehen bekommen. Sehr bekannt ist auch der von der Kitzinger Karnevalsgesellschaft Kitzingen ins Leben gerufene „Schlappmaulorden“. Zum Ehren-Schlappmaul wurden unter anderen Hans-Dietrich Gentscher, Renate Schmidt, Lothar Späth, Gregor Gysi und Günther Beckstein gekürt. Dann gibt es noch den vom Weimarer Carnevalsverein verliehenen Faust-Orden und die vom Kölner Karneval ins Leben gerufene Willi-Ostermann-Medaille für rheinisches Liedgut. Aber natürlich erhalten nicht nur ganz besondere Menschen Faschingsorden sondern auch die normalen Narren und Jecken. Praktisch jeder Karnevalsverein lässt seine ganz speziellen Orden herstellen, die dann bei den Karnevalsitzungen zum Beispiel an Büttenredner, an Sänger, Tänzerinnen oder Musiker verliehen werden. Oft bekommt ihn auch jeder Teilnehmer an einer Karnevals-oder Faschingssitzung. Viele Vereine bieten ihre Orden auch zum Kauf an, weil sie mit dem eingenommenen Geld die Vereinskasse aufbessern können. Die Karnevalsorden bestehen aus den unterschiedlichsten Materialien. Sie sind oft aus textilem Gewebe, aus Pappe, Plasik, Messing und Edelstahl. Manchmal kommen auch Edelmetalle zum Einsatz wie zum Beispiel beim Verdienstorden des Fastnachtsverbandes Franken. Den „Till von Franken“ gibt es in Silber und Gold, genau wie die „Silberne und Goldene Flamme“ für verdiente Karnevalisten des hessischen Karnevals. Auch der höchste deutsche Narrenorden überhaupt, das „Goldene Vlies“, ist wirklich aus Gold.

Aber ob nun wertvoll oder nicht, Karnevals- und Faschingsorden sind heutzutage sehr beliebt. Viele Menschen tragen sie mit Stolz und Freude zu den jährlichen Karnevalsveranstaltungen oder hängen sie sie sich daheim an die Wand. Die Orden sind sind auch begehrte Sammel- und Tauschobjekte. Es gibt jede Menge Tauschbörsen und Internetforen für diese Orden. Fans sammeln zum Beispiel alle Jahrgänge der Orden ihres Karnevalvereins, bestimmte Motivorden oder möglichst alte Faschingsorden. In der Stadt Köln gibt es sogar ein spezielles Karnevalsordensmuseum mit mehr als 5000 Exemplaren. Die ältesten stammen aus dem Jahr 1838, das wertvollste Exemplar ist ein Sonderorden der Roten Funken aus dem Jahr 1936. Er ist aus massiven vergoldeten Silber mit Diamantsplittern verziert. Auch das Museum verkauft mehrfach vorhandene Orden an Liebhaber.

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